Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) folgt typischerweise einem strukturierten Ablauf. Die einzelnen Schritte im Überblick:
Anlass für das BEM
Auslöser ist eine mindestens sechswöchige Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters innerhalb eines Jahres. Der Arbeitgeber prüft, ob ein BEM durchzuführen ist.
Einladung des Mitarbeiters
Ist die Sechs-Wochen-Frist erreicht, lädt der Arbeitgeber den Mitarbeiter schriftlich zum BEM ein. Dieser entscheidet freiwillig über seine Teilnahme.
Analyse der Ausgangslage
Zunächst werden die Ursachen und der bisherige Verlauf der Arbeitsunfähigkeit analysiert, auch unter Einbezug von Experten wie dem Betriebsarzt.
Entwicklung von Eingliederungsmaßnahmen
Basierend auf der Analyse werden dann konkrete Maßnahmen entwickelt, z.B. angepasste Arbeitszeiten, Arbeitshilfen oder Schulungen.
Durchführung der Maßnahmen
Im nächsten Schritt setzt der Arbeitgeber die vereinbarten Maßnahmen der stufenweisen Wiedereingliederung um. Der Betriebsrat wirkt mit.
Dokumentation
Die Schritte und Ergebnisse des BEM werden vom Arbeitgeber sorgfältig dokumentiert. Gesundheitsdaten unterliegen der Schweigepflicht.
Evaluation
Nach Abschluss des BEM sollte der Prozess gemeinsam evaluiert werden. So lassen sich Verbesserungen für künftige Fälle ableiten.
Fazit:
Ein strukturiertes Vorgehen ist der Schlüssel für eine erfolgreiche betriebliche Wiedereingliederung. Klar definierte Prozessschritte erleichtern allen Beteiligten die Mitarbeit.